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¬ĄTiertransporte auf 8 Stunden begrenzen¬ď

Veröffentlicht am 12.12.2012, 15:53 Uhr     Druckversion

Europaparlamentarier fordern EU-Kommission zum Handeln auf
Tiertransporte sollen auf maximal acht Stunden begrenzt werden. Zu einer entsprechenden Überarbeitung der bestehenden Rechtsvorschriften fordern die Europaabgeordneten die EU-Kommission in einem am Mittwoch in Straßburg verabschiedeten Initiativbericht auf, der sich mit dem Schutz von Tieren beim Transport auseinandersetzt.

"Die EU-Kommission muss sich endlich den mit Tiertransporten verbundenen Herausforderungen stellen und die entsprechenden Rechtsvorschriften anpassen", forderte Ulrike RODUST im Anschluss an die Abstimmung. Denn die Zahl der transportierten Tiere sei in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen.

Die Abgeordneten fordern neben einer Reduzierung der Transportzeit auf acht Stunden, die ordnungsgem√§√üe Durchsetzung bestehender EU-Rechtsvorschriften zu Tiertransporten in allen EU-Mitgliedsstaaten, mehr Kontrollen vor Ort beim Tierschutz und Transport von Tieren, st√§rkere Strafen bei Regelverst√∂√üen sowie eine Unterst√ľtzung lokaler Schlachth√∂fe und lokaler Nahrungsketten, um unn√∂tigen Fernverkehr von Tieren zu unterbinden.

Umstritten war vor allem die Forderung, die Transportzeit zuk√ľnftig auf acht Stunden zu begrenzen. Insbesondere die Fraktion der Konservativen spricht einer zeitlichen Begrenzung die wissenschaftliche Grundlage ab. Die agrarpolitische Expertin der SPD-Europaabgeordneten Ulrike RODUST positioniert sich klar f√ľr eine Begrenzung von Tiertransporten auf acht Stunden. ¬ĄMehrt√§tige Transporte sind auch bei regelm√§√üigen Pausen und ausreichender F√ľtterung und Tr√§nkung eine Qual f√ľr die Tiere¬ď, erkl√§rte die SPD-Europaabgeordnete Ulrike RODUST.

Ein weiteres Problem ist, dass in den vergangenen Jahren viele kleine regionale und lokale Schlachth√∂fe ihren Betrieb aufgeben mussten aufgrund der gestiegenen Anforderungen an Hygienebestimmungen. Ein immer d√ľnner werdendes Netz von Schlachtbetrieben in der Fl√§che f√ľhrt aber dazu dass die Tiere zu weiter entlegenen gro√üen Schlachth√∂fen transportiert werden m√ľssen. Das Parlament fordert deshalb in dem vorliegenden Bericht die EU-Kommission auf, Wege zu finden, lokale Schlachth√∂fe wieder rentabel zu machen. "Mit der F√∂rderung von lokalen Schlachtbetrieben schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf der einen Seite vermeiden wir lange Transportzeiten f√ľr die Tiere und auf der anderen Seite st√§rken wir die Wertsch√∂pfung vor Ort und schaffen Arbeitspl√§tze", so Ulrike RODUST abschlie√üend.

Homepage: Ulrike Rodust, MdEP


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