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Veröffentlicht am 23.04.2012, 11:52 Uhr     Druckversion

Die Christsozialen wollen mit der Einf├╝hrung des Betreuungsgeld ein altes Mann-Frau-Rollenmuster wiederbeleben und zementieren. Die FDP und Teile der Union sehen das kritisch ┬ľ zu Recht.
Die zust├Ąndige Ministerin Schr├Âder duckt sich weg und k├╝ndigt an, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die einen Gesetzentwurf zur Einf├╝hrung des Betreuungsgelds vorlegen soll. Damit spielt sie auf Zeit. Ich fordere Ministerin Schr├Âder auf:

Beenden Sie das Trauerspiel um das Betreuungsgeld!

Hinter dem Begriff Betreuungsgeld steckt in Wirklichkeit eine Fernhaltepr├Ąmie. Sie h├Ąlt Kinder von fr├╝hkindlicher Bildung und Frauen von ihren Chancen auf dem Arbeitsmarkt fern. Die zwei Milliarden Euro, die daf├╝r j├Ąhrlich n├Âtig w├Ąren, m├╝ssen stattdessen in den Aufbau von guten Betreuungspl├Ątzen investiert werden. Ordnungspolitisch ist es ein v├Âllig falscher Ansatz, Menschen daf├╝r Geld zu zahlen, wenn sie Einrichtungen nicht nutzen.

Die Leidtragenden sind vor allem die Kinder und die Eltern, die vergeblich auf einen z├╝gigen Ausbau der Kita-Pl├Ątze bauen.
Statt endlich eine Entscheidung zu treffen, gibt es aus den Reihen der Union mit einem Zuschuss f├╝r die Rente schon wieder eine neue Idee. Aber auch ein Rentenzuschuss ├Ąndert nichts daran, dass die Einf├╝hrung des Betreuungsgeld politischer Unsinn ist.

Positionieren Sie sich, Frau Schr├Âder! Wenn Sie schon nicht Politik f├╝r Frauen machen wollen, dann machen Sie wenigstens Politik f├╝r die Kinder!

Homepage: S├Ânke Rix, MdB


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